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 Bundestierschutzgesetz
 

Damit alles seine Ordnung hat - das Bundestierschutzgesetz

Seit 1.1.2005 gilt in Österreich ein einheitliches Bundestierschutzgesetz. Bisher war der Tierschutz Ländersache, und Österreich hatte zehn Landestierschutzgesetze (Salzburg hatte zwei). Das Bundestierschutzgesetz bildet natürlich auch die rechtliche Grundlage für jegliche Geflügelhaltung in Österreich. So sind verschiedene Produktionsfaktoren wie z.B. die Fütterung, Streuqualität, Mindestflächen pro Tier etc. hier verankert. Das Gesetz gilt für jede Art von Tierhaltung in Österreich - von der Nutztierhaltung über Zoos und Zirkustierhaltungen bis hin zur Heimtierhaltung – und betrifft daher auch jeden Haustierbesitzer.

Auszüge aus der Tierhaltungsverordnung - speziell für Geflügelmast

Die Mindestanforderungen für die Haltung von Hausgeflügel sind im BGBl. II Nr. 485/2004 in der 1. Tierhaltungsverordnung Anlage 6 genau geregelt.

In den Begriffsbestimmungen werden Begriffe wie Legehennen, Zuchthühner, Masthühner oder Nest, Einstreu, Außenscharrraum, etc. genau definiert.

In den allgemeinen Haltungsvorschriften für Hausgeflügel finden sich Anforderungen, welche an

  • Gebäude und Stalleinrichtungen
  • das Stallklima
  • das Licht und den Lärm im Stall
  • die Ernährung und Betreuung der Tiere und
  • Eingriffe wie Schnabelkürzen, etc.

gestellt werden.

In den besonderen Haltungsvorschriften wird auf

  • Küken und Junghennen
  • Legehennen und Zuchttiere in Alternativsystemen und
  • Mastgeflügel

gesondert eingegangen.

Bei der Geflügelaufzucht zur Fleischproduktion sind die Stalleinrichtung, die Bewegungsfreiheit und die Einstreu in einzelnen Unterpunkten genau geregelt.

Stalleinrichtung

Stalleinrichtungen für Masthühner müssen mindestens in folgendem Ausmaß zur Verfügung stehen:

  • Fütterung

Bei der Band- und Trogfütterung muss eine Fressplatzlänge von 3,00 cm/Tier, bei der Fütterung mittels einer Futterrinne am Rundautomaten 1,5 cm/Tier gewährleistet sein.

  • Tränken

Mindestens 2,50 cm/Tier und Tränkrinnenseite bzw. 1,50 cm/Tier bei einer Tränkrinne an der Rundtränke (Tränken, die eine stehende Wasseroberfläche aufweisen und mehreren Tieren gleichzeitig ein Schöpftrinken ermöglichen, gelten als Rundtränken) müssen vorhanden sein. Bei Trinknippeln und Tränknäpfen gilt das Verhältnis 1 pro 15 Tiere.

Bewegungsfreiheit

Folgende Grenzwerte sind einzuhalten:

Mastgeflügelart 

Höchstbesatz 

Auslauffläche* 

 Masthühner 

 30 kg/m²

   2,00 m²/Tier

 Truthühner 

 40 kg/m²

 10,00 m²/Tier

 Gänse 

 15 kg/m²

 10,00 m²/Tier

 Enten 

 25 kg/m²

   2,00 m²/Tier

*Für Gänse und Enten ist der Auslauf verpflichtend

Einstreu

Die Haltung von Mastgeflügel im Stall ohne Einstreu ist verboten.

 

Den genauen Wortlaut der 1. Tierhaltungsverordnung Anlage 6 (MINDESTANFORDERUNGEN FÜR DIE HALTUNG VON HAUSGEFLÜGEL) können Sie hier als PDF-Datei ansehen bzw. ausdrucken. 
Die gesamte 1. und 2. Tierhaltungsverordnung finden Sie unter dem Link http://www.ris.bka.gv.at/bundesrecht/, wenn Sie in die Suchmaske „Tierhaltungsverordnung“ eingeben.

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