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 Futtermittel
 Begriffsbestimmung & Anforderungen

Futtermittel - was ist das?

Ganz allgemein werden unter Futter meist Futtermittel verstanden, also Nahrung für Tiere. Futtermittel sind somit Stoffe, die dazu gedacht sind, an Tiere verfüttert zu werden. Wenn unterschiedliche Stoffe gemischt werden, spricht man von Mischfutter, sonst von einem Einzelfuttermittel. In der landwirtschaftlichen Praxis kommt Mischfuttermitteln die bei weitem größere Bedeutung zu.

Truthahnküken bei der Futteraufnahme

Mischfutter wird bei der Fütterung verschiedener Tierarten oder Altersgruppen als Alleinfutter oder Ergänzungsfutter eingesetzt. Die Vorteile des Mischfutters liegen in der bedarfsgerechten Rezeptur und in der Berücksichtigung der Ernährungsphysiologie und Futtermittelkunde. So kann jedes Tier „maßgeschneidert“ gefüttert werden.

Die Anforderungen

Neben den allgemeinen Anforderungen bezüglich Qualität und Inhaltsstoffen, die für jede Art von Futtermittel gelten, gibt es noch ganz spezifische Anforderungen, die jeweils eng mit der Physiologie der Tiere, für die das Futter gedacht ist, zusammenhängen.

Wann „schmeckt's“ dem Geflügel?

Grundsätzlich „schmeckt es“ meist dann, wenn Futter oder Nahrung Bestandteile enthält, die für den Körper aus stammesgeschichtlicher Sicht als wertvoll einzustufen sind. Das können Bestandteile mit besonders hohem Energiegehalt (Zucker, Fette) ebenso sein wie wertvolle Elemente (Mineralien, Aminosäuren und Spurenelemente). In der Landwirtschaft, genauer gesagt, in jenem Bereich, der sich mit dem Zusammenhang zwischen Nutztier und dessen Ernährung beschäftigt, der Tierernährung, verwendet man aber natürlich keinesfalls derart vermenschlichte Betrachtungsweisen.

Interessant ist die Beobachtung, dass bei Geflügel der eigentliche Geschmack von Futter in seiner Bedeutung offensichtlich weitgehend zurücktritt. Viel wichtiger sind den Tieren so genannte optische und taktile Reize, also Form, Farbe, Größe und Konsistenz der Futterpartikel. Vieles ergibt sich auch dabei aus der Anatomie. Hendl und Truthahn verfügen über Schnäbel, und sie picken gerne. Körner werden daher lieber aufgenommen als Weich- oder Mehlfutter.

Für den Geflügelhalter besonders wichtig: Futter hat die Aufgabe, den Bedarf des Tieres an Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen zu decken.

Anatomie und Physiologie als Anforderungen an Futtermittel

Schlüsselfaktor für die Anforderungen an Futtermittel sind Verdauung und Lebensweise der Tiere.

Bezüglich der Ernährung zählt Geflügel zu den Omnivoren, den Allesfressern. Darunter versteht man jene Lebewesen, die sich sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Kost ernähren.

Bei Geflügel ist der Verdauungskanal mit der sechsfachen Körperlänge vergleichsweise kurz ausgeprägt (zum Vergleich: Schaf – 28-fache Körperlänge, Schwein – 15-fache). Der Verdauungstrakt hat ein geringes Fassungsvermögen und eine relativ rasche Passagezeit des Futters. Aufgrund des meist raschen Wachstums der im Geflügelbereich eingesetzten Tiere ergibt sich daher als Anforderung an Futtermittel eine hohe Verdaulichkeit ebenso wie ein hoher Anteil an energie- und proteinreichen Inhaltsstoffen.

Pellets: Auf den Inhalt kommt es an

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