Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH.
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 Qualitätssicherung
 

Prüfungen von der Warenannahme bis hin zum Endprodukt

Eingangskontrolle – nur einwandfreie Ware darf abgeladen werden

Wenn die Ware im Werk angeliefert wird, werden mit einem Musterstecher an verschiedenen Stellen Proben gezogen, um einen homogenen Querschnitt durch die Rohstoffe zu erlangen. Die Probe wird anhand eines Datensicherheitsblattes von geschulten Fachkräften sensorisch – das bedeutet durch eine grobe Kontrolle – auf Aussehen, Geruch etc. überprüft.

Qualitätsprüfung – die „Prüfungsfächer“

Die von den Landwirten angelieferten Rohstoffe werden strengen Prüfungen unterzogen. Die Untersuchungen gliedern sich in

  • organoleptische (Geruch, Schädlingsbefall, Reinheit und Trockenheit)
  • physikalische (Anteil von Unkrautsamen, Bruch, Staubanteil und Weißbesatz)
  • chemische (Feuchtigkeit) und
  • sonstige  Untersuchungen (verbotene und unerwünschte Stoffe, gentechnikfrei, nur erntegetrocknet). 

Entspricht das angelieferte Produkt nicht den Qualitätsanforderungen, wird es gestoßen. Das heißt, das Produkt darf nicht abgeladen werden. Wenn alles in Ordnung ist, darf der Lieferant abladen. In einem weiteren Schritt werden in Labors stichprobenartig die Inhaltsstoffe, wie z.B. die Gehalte an Rohproteinen, Feuchtigkeit und anderer wertbestimmender Bestandteile festgestellt. Erst, wenn alle Eingangskontrollen positiv abgeschlossen sind, wird das Rohmaterial zur Weiterverarbeitung freigegeben.

Rückstellmuster – Transparenz vom Landwirt bis zum Produkt

Rückstellmuster: Garant lückenloser Transparenz

Damit die Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist, werden von allen Lieferungen Proben aufbewahrt, die so genannten Rückstellmuster.

Seit 1. Jänner 2005 ist Gesetz, was für viele gewissenhafte Futtermittelhersteller auch bereits bisher eine Selbstverständlichkeit war: die lückenlose Rückverfolgbarkeit aller Futtermittelbestandteile. Was so einfach klingt, erfordert eine ausgeklügelte Logistik und ein umfassendes Probenlager. Die Vorteile sind aber ebenfalls enorm: Sollte trotz eingehender Kontrollen bereits bei der Rohstofflieferung ein Problem auftreten, lässt sich nicht nur der Lieferant ausfindig machen, sondern auch gleich alle Chargen, die Bestandteile von jenem Lieferanten enthalten.

Computergesteuerte Leitsysteme – Nachvollziehbarkeit auf Schritt und Tritt

Prozessüberwachung per Computer

Sämtliche Produktionsschritte – vom Abladen der Rohstoffe im Werk über die Rückstellmuster bis zum Abtransport der fertigen Produkte – werden durch ein computergesteuertes Leitsystem verbunden und überwacht.

Dadurch ist es möglich, bei eventuellen Kontaminationen des Futters den Fehler rasch zu finden. Außerdem ist auch feststellbar, welcher Lieferant welche Ware zu welchem Zeitpunkt geliefert hat und was aus den Rohstoffen einer bestimmten Lieferung produziert wurde. So kann man nötigenfalls die fertigen Produkte einer kontaminierten Lieferung sofort herausfinden und vernichten bzw. bestimmte Teile der Produktionsanlage reinigen.

Einhalten der Annahmereihenfolge

Beim Abladen der Ware muss gewährleistet sein, dass es zu keiner Verletzung der Annahmereihenfolge kommt. Man darf nach einem Rohstoff, der eventuell gentechnisch verändert sein könnte, keine Rohstoffe, die garantiert genfrei sein müssen (z.B. genfreies Soja) über denselben Annahmeweg übernehmen.

Die Kontaminationsmatrix

Ebenso muss während der Futtermittelproduktion sichergestellt sein, dass es zu keiner Verletzung der Chargenreihenfolge kommt. Damit ist gemeint, dass nach bestimmten Futtersorten nicht sofort bestimmte andere Sorten produziert werden dürfen (z.B. nach Futter mit Leistungsförderern darf kein Rinderfutter produziert werden). Ein Computerprogramm, die so genannte Kontaminationsmatrix, stellt sicher, dass das nicht passiert.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Die Einhaltung dieser Richtlinien wird durch unangemeldete externe Überprüfungen der Austria Bio Garantie bzw. AGES sichergestellt.

Seit dem Frühjahr 2002 hat die AGT (Arbeitsgemeinschaft Gesunde Tierernährung) ein HACCP-Konzept (Hazard Analysis Critical Control Points) entwickelt, welches mittelfristig von allen Futtermittelherstellern übernommen werden soll.

Weitere Tests sind im Kontrollplan der deutschen QS (Qualität und Sicherheit GmbH) aufgeführt. Dieser Plan setzt regelmäßige Untersuchungen voraus, deren Schwerpunkt auf Salmonellen, Schwermetallen, Toxinen, GVO (gentechnisch veränderte Organismen) und Dioxin liegt. Die Einhaltung dieser Tests wird jährlich durch die QS überprüft.

Überprüfungen wie Produktions-, Feuchtigkeitskontrollen, Pelletabriebe und die Pellethärte werden von den Betrieben selbst permanent durchgeführt.

Das  Datensicherheitsblatt und den Kontrollplan können Sie in unserem Download-Bereich als PDF-Dokument herunterladen.

 

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